Von Lat, Lon, H zu East-North-Up Zeireihe (Geodäsie/Vermessung)

Roy @, Mittwoch, 21.04.2021, 15:30 (vor 154 Tagen)

Ich habe eine Liste von GPS-Messungen für einen Punkt für einen Zeitraum von etwa 2 Jahren. Sie sind Breitengrad, Längengrad und Höhe. Ich möchte die Zeitreihen für die Ost-, Nord- und Höhenkomponenten generieren. Muss ich nur die geografischen Koordinaten in UTM-Koordinaten umwandeln oder sollte ich etwas anderes tun? Danke!

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MichaeL ⌂, Bad Vilbel, Mittwoch, 21.04.2021, 18:11 (vor 154 Tagen) @ Roy

Hallo,

Ich habe eine Liste von GPS-Messungen für einen Punkt für einen Zeitraum von etwa 2 Jahren. Sie sind Breitengrad, Längengrad und Höhe. Ich möchte die Zeitreihen für die Ost-, Nord- und Höhenkomponenten generieren. Muss ich nur die geografischen Koordinaten in UTM-Koordinaten umwandeln oder sollte ich etwas anderes tun? Danke!

Wenn Du diese Umwandlung gemacht hast, liegen die Koordinaten in einer anderen Darstellung vor. Die Zeitreihe hast Du damit aber nicht wirklich analysiert. Für die Analyse musst Du nichts umformen. Je nachdem was Du vor hast, wird es performanter sein, die Analyse mit den originären Daten zu machen, und lediglich das Endergebnis einmal in die gewünschte Darstellung zu bringen.

Viele Grüße
Micha

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Roy, Mittwoch, 21.04.2021, 18:40 (vor 154 Tagen) @ MichaeL

Hallo Michael,

vielen Dank für die Rückmeldung. Bisher habe ich keine Umwandlung durchgeführt, weil ich nicht neu weißt, wie man eine Zeitreihe-Analyse für die Komponente North, East und Up machen kann, wenn man nur Lat, Long und Höhe hat.Das ist meine Frage. Hast du vllt. eine Idee oder Erfahrung damit?

VG,
Roy

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MichaeL ⌂, Bad Vilbel, Mittwoch, 21.04.2021, 18:47 (vor 154 Tagen) @ Roy

Hallo Roy,

Bisher habe ich keine Umwandlung durchgeführt, weil ich nicht neu weißt, wie man eine Zeitreihe-Analyse für die Komponente North, East und Up machen kann, wenn man nur Lat, Long und Höhe hat. Das ist meine Frage. Hast du vllt. eine Idee oder Erfahrung damit?

Ich verstehe die Frage irgendwie nicht. Ob das nun Länge, Breite oder Temperaturdaten sind, spielt doch keine Rolle. Daten sind Daten. Die Frage ist doch eher, was willst Du machen? Welches Ziel hat die Analyse? Was interessiert Dich eigentlich? Wenn klar ist, was Du eigentlich aus der Zeitreihe an Informationen gewinnen willst, kann man sich um die Aufbereitung der Daten kümmern. Wenn Du jetzt bereits umformst, bist Du doch kein Schritt weiter.

Viele Grüße
Micha

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Roy, Mittwoch, 21.04.2021, 19:35 (vor 154 Tagen) @ MichaeL

Ja, vielleicht war ich nicht so deutlich. Ich möchte einen zeitlichen Verlauf der GPS-Messungen über 2 Jahre für die Nord-, Ost- und Höhenkomponente erstellen, um die Verschiebungen des Bodens mit der Zeit zu analysieren. Deswegen frage ich, ob ich einfach die geographischen Koordinaten (Breitengrad, Längengrad, Höhe -das ist das einziges was ich habe-) in UTM (Nord und Ost) umwandeln muss oder muss ich noch etwas machen?

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MichaeL ⌂, Bad Vilbel, Mittwoch, 21.04.2021, 19:46 (vor 154 Tagen) @ Roy

Hallo,

wenn Du die Umformung durchgeführt und die Daten mal geplottet hast, dann kannst Du ggf. einen Trend erkennen, der sich durch ein (einfaches) funktionales Modell darstellen lässt - z.B. eine Gerade. Der Anstieg dieser Gerade wäre dann etwas wie Millimeter pro Tag (oder eine andere Größenordnung). In diesem Fall würde ich die Daten zuvor tatsächlich umwandeln, da sie in N/E/H-System besser interpretierbar sind.

Viele Grüße
Micha

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rafl, Mittwoch, 21.04.2021, 18:52 (vor 154 Tagen) @ Roy

Bei einer Zeitreihenanalyse hilft es immer ungemein, wenn man die Zeitreihe in einem geeigneten Maßstab zunächst graphisch darstellt. Da 3D-Darstellungen immer schwierig zu interpretieren sind, würde ich zunächst mal eine 2D Darstellung von Lat und Lon und eine 2D Darstellung der Höhe über der Zeitachse erzeugen. Evtl. auch Lat und Lon getrennt über der Zeitachse. Oft sieht man dann schon irgendwelche Effekte und kann dann gezielter andere Methoden anwenden.

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rafl, Mittwoch, 21.04.2021, 18:55 (vor 154 Tagen) @ rafl

Eine Umwandlung in East und North hat den Vorteil, dass die Maßstäbe in beiden Koordinatenrichtungen gleich sind und damit evtl. Aussagen besser zu treffen sind.

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Roy, Mittwoch, 21.04.2021, 19:31 (vor 154 Tagen) @ rafl

Hallo Rafl,

vielen Dank für die Rückmeldung. Deine Idee ist super gut für einen ersten Blick. Ich möchte einen zeitlichen Verlauf der GPS-Messungen über 2 Jahre für die Nord-, Ost- und Höhenkomponente erstellen, um die Verschiebungen des Bodens mit der Zeit zu analysieren. Deswegen frage ich mich, ob ich einfach die geographischen Koordinaten (Breitengrad, Längengrad, Höhe) in UTM (Nord und Ost) umwandeln muss oder muss ich noch etwas machen?

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Harry, Donnerstag, 22.04.2021, 09:21 (vor 153 Tagen) @ Roy

Hallo Roy,

ich würde die geografischen Koordinaten in UTM Koordinaten umrechnen, damit metrische Werte zur Beurteilung vorliegen. Dann würde ich 3 Diagramme erzeugen. Für die x und Y-Werte jeweils ein Zeit/Verschiebungsdiagramm (1. Achse Datum; 2. Achse X bzw. y Wert) und für die Höhe ein Zeit/Setzungsdiagramm (1. Achse Datum; 2. Achse ellipsoidische Höhe).
Ich vermute, dass du irgendeinen Rutschhang oder sowas überwachen willst. In dem Fall könntest du auch optional vorher die Landeskoordinaten in örtliche Koordinaten mit Ausrichtung auf die zu erwartende Verschiebung (talwärts), transformieren. Das hätte den Vorteil, dass man nur noch ein Verschiebungsdiagramm plus Setzungsdiagramm braucht.
Grundsätzlich ist aber zu beachten, dass deine Messgenauigkeit deutlich höher sein muss als die zu erwartende Deformation / Setzung. Mit einem GPS-Empfänger kannst du keine Veränderungen im Millimeterbereich erfassen oder dokumentierten.

mfg

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