Theodolite und Basislatten (Geodäsie/Vermessung)

Eddi, Dienstag, 07.12.2021, 16:56 (vor 43 Tagen) @ Felix Gabriel

Hallo,

toll, das Du Dich für analoge Vermessung begeistern kannst!
Zu Deinen Fragen:
Ich kenne zwar den RDS nicht, laut Literatur sollte er aber dem DAHLTA ähneln und auf den bezieht sich das nun folgende:
Aus meinen Erfahrungen kann man an einem Skalenmikroskop maximal die 2 mgon schätzen, für die 1 mgon brauchst Du also schon ein paar Vollsätze. Außerdem wirst Du ja viele Messungen nur in einer Fernrohrlage machen wollen und da ist selbst bei sorgfältiger Prüfung und Justierung eher bei 5 mgon Schluß. Den Rest kannst Du Dir nach der Bogenformel selbst ausrechnen. Auf 100 m sind
1 mgon 1,6 mm
2 mgon 3,1 mm
5 mgon 7,9 mm.
Da der RDS ein Diagrammtachymeter mit dm- Streckengenauigkeit ist, wirst Du diese kaum nutzen können, verbleibt nur ein Einsatz als Theodolit mittlerer Genauigkeit :-(
Und ja, wenn Du Zenitwinkel messen willst oder Höhenunterschiede direkt am Diagramm ablesen willst, musst Du die Höhenindexlibelle jedesmal vorher einspielen!
Und nochmal, vor einem ernsthaften Einsatz solltest Du das gute Stück gründlich prüfen und justieren!
Zur BALA:
Suche mal hier im Forum nach diesem Stichwort, da gab es schon mal eine breitere Diskussion. Ein Problem ist schon die Bestimmung der wahren Länge der BALA und es geht weiter mit einem Theodoliten, der eine Winkelmessgenauigkeit von 0,2 bis 0,3 mgon liefert, also entweder ein Sekundentheo oder einer mit Repetitionsklemme.
Die Streckenmessgenauigkeit mit Basis am Ende liegt dann bei:
100 m 24 mm
50 m 6 mm
25 m 1,5 mm
20 m 1 mm
10 m 0,25 mm.

So, nun viel Spass beim staubwischen ;-)

Eddi


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