Erfahrungen mit GNSS-Geräten mit IMU-Neigungsausgleich (Geodäsie/Vermessung)

rafl, Monday, 13.06.2022, 11:32 (vor 62 Tagen) @ AW

Wir nutzen auch einen Leica GS18T.

An das ständige Bewegen kann man sich aber schnell gewöhnen (ist halt ein etwas anderes Arbeiten als sonst). Nach etwas Gewöhnung ist das Arbeiten damit aber völlig genial. Die Arbeit geht wesentlich schneller. Insbesondere auch das Abstecken, da man nicht dauernd auf die Dosenlibelle achten muss.

Vergleichsmessungen mit "klassischen RTK Empfängern", einem Leica GS08 und einem Sokkia GCX3 (mehrfache Wiederholungsmessungen auf Punkten mit Sollkoordinaten aus statischen Messungen und auf unbekannten Punkten), haben eine etwas höhere Standardabweichung beim GS18T ergeben. Was durch die zusätzliche Unsicherheit der Neigungskompensation auch zu erwarten war. Man kann das Gerät aber auch ohne Neigungskompensation nutzen, wenn man es mal etwas genauer braucht.

Was bei der Beschaffung ein nicht zu unterschätzender Faktor ist, das ist der Support. Da gibt es bei manchen Herstellern überhaupt keinen Support oder nur auf "broken english", bis hin zu absolut kompetenten Supportern, die echt Ahnung haben. Insbesondere, was die Anbindung an verschiedene Referenzstationsdienste angeht, Einbindung von Geoidmodellen, speziellen Transformationsparametern ...

Ich kenne einige Leute, die sich eine vermeintlich günstige Ausrüstung gekauft haben, mit der Einrichtung überfordert waren und deren Ausrüstung nun irgendwo ungenutzt rumsteht.


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