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verkettete Transformation von GNSS-Messungen (Allgemeines)

MichaeL ⌂, Bad Vilbel, Montag, 09. Februar 2015, 09:12 (vor 958 Tagen) @ annihc

Hallo Annika

eine verkette Transformation liegt in Deinem Fall nicht vor.

Jede einzelne Basislinie liegt in einem lokalen WGS84-Subsystem,

Es gibt vom globalen WGS84 meines Wissens nach keine lokalen Ableger - zumindest würde das Wort WORLD in WGS84 dem entgegenstehen.

diese weden dann in ein lokales WGS84-System und dann ins Landessytem transformiert.

Deine Basislinien liegen im WGS84 vor. Um diese ins Landessystem zu bekommen, ist unter Umständen eine Transformation nötig, und zwar dann, wenn die Referenzellipsoide nicht gleich sind. Wenn Dein Zielsystem UTM ist, wird diese Transformation häufig vernachlässigt, da das GRS80 mit dem WGS84 nahezu konform sind. In dem Fall kommt es also erst gar nicht zu einer Transformation.

Nach der Transformation wird idR. eine Verebnung gemacht. Es werden aus den geozentrischen Koordinaten projizierte Koordinaten erzeugt z.B. East/Noth bei UTM. Es handelt sich um eine Umformung, sodass hierfür keine Transformation notwendig ist.

Kann mir da einer Literatur empfehlen?

Der Klassiker ist wohl Rechenverfahren und Auswertemodelle der Landesvermessung: Klassische und moderne Methoden. Alternativ und nicht speziell für Deine Fragestellung ist Bernhard Hofmann-Wellenhof, Gerhard Kienast, Herbert Lichtenegger: GPS in der Praxis vielleicht noch empfehlenswerter.

Schöne Grüße
Micha

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