Erfahrungen mit Tachymetern (Meinungen)

TomegooH, Samstag, 07.04.2012, 09:42 (vor 3127 Tagen) @ priller

Hallo

Ich arbeite seit Jahren mit Leica, neige daher tendeziell zu Leica. Hin und wieder hatte ich auch mit Trimble Geraeten zu arbeiten. Ich kann mich meinen Vorrednern anschliessen. Beides sind was Genauigkeit und Zuverlaessigkeit anbelangt mehr oder weniger gleichwertig.

Was die Bedienung anbelangt, ich gebe es ungern zu, gefaellt mir eigentlich Trimble einen Tick besser. Man findet intuitiv die gewuenschte Option wo man bei Leica schon mal ins Handbuch schauen muss um die gewuenschte "Ach-so-geht-das-Taste" zu finden.
Leica Geo Office ist reichlich unuebersichtlich und uebersaet mit Optionen und Moeglichkeiten die man im taeglichen Betrieb nicht braucht. Hat man alles rausgefunden ist das wie mit jeder Software. Routine abspulen und gut. Doof wird es dann wenn man was neues braucht. Da muss man sich immer wieder neu durch die Menues und Optionen kaempfen.
Und die Datenbankstruktur die Leica Geraete fuer jeden Mini Job anlegt, hat schon seine Tuecken. Will man mal schnell die Speicherkarte nach einem Job inspizieren (vom PC z.B. nach einem Job den ein Kollege angelegt hat, man aber nicht weiss wie er diesen benannt hat) gestaltet sich das als eine Zeit- und nervtoetende Prozedur. Saemtliche Jobdateien werden z.B. in einem Ordner gesammelt. Dieser wird bei Anlegung des Jobs benannt wie der Job. Man hat aber die Moeglichkeit den Job im nachhinein umzubenennen. Der Ordnername bleibt aber der alte. In der Jobliste erscheint aber nur der neue Name. Das gleiche geschieht in Leica Geo Office. Projektname und Folder muessen nicht der gleiche sein.

Grundsaetzlich mochte ich noch folgendes loslassen.
Bei allen Anbietern sehe ich ueber die Jahre eine Tendenz die weder praktisch noch sinnvoll ist. Ich habe manchmal das Gefuehl die wollen ihre Messgeraete in ein albernes Smartphone verwandeln.
Farbdisplays die in der Sonne nicht erkennbar sind. Schrift in Mikrogroesse aber Windows mit bunten Bildchen. Sinnlose Grafiken die bei groesseren Projekten Minuten brauchen um sich auf dem Bildschirm zu zeigen. Touchscreens die man mit einer Nadel Bedienen muss um die gewuenschte Funktion zu waehlen....
Wenn ich an meinen alten TCRA1102 denke mit schwarz/weiss LCD display und robusten Tasten hatte ich alles was ich brauche.
Und bis zu dieser Zeit waren Sofware updates immer etwas was die PRAKTISCHE Arbeit erleichterte. Immer im Hinblick auf das Vermessungsproblem. Heute muss es schick aussehen. Ob das praktisch ist, ist dabei eher nebensaechlich.

Ich mag es schlicht und habe gerne die Kontrolle ueber meine Daten. Das vermisse ich bei saemtlichen Neuerungen saemtlicher Hersteller.

Gruesse
Thomas


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