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Zukunft in der Geodäsie? (Meinungen)

MichaeL ⌂, Bad Vilbel, Montag, 22.01.2018, 09:09 (vor 322 Tagen) @ Tillmann Birk

Guten morgen,

Nach dem Gepräch mit dem Büro und ein wenig Recherche, war ich recht zuversichtlich, dass Vermessungstechniker und -ingenieure gesucht werden, da Ausbildungs- und Studienzahlen Rückläufig sind.

Sicher, das ist noch der Fall - keine Frage. Der Trend wird aber sicher auch wieder abflachen. Im Moment wird man daher gegenüber fachfremden Ausbildungen sicher offener gegenüberstehen als man das traditionell sonst täte. Auch das ist kein Geheimnis.

Die grundsätzliche Frage hast Du nicht beantwortet: Was willst Du machen? Du schreibst, Dich interessieren die mathematischen und physikalischen Aspekte. Okay. Nach Deinem Gespräch in dem Büro hast Du das dortige Aufgabenspektrum gesehen. Wie sehen die den Bedarf an einem reinen Mathematiker? Wenn das Büro vorrangig Dienstleister ist und messtechnische Aufgaben erbringt, dann favorisieren sie sicher jemanden, der auch messen kann, der nicht noch eingearbeitet werden muss in den Grundlagen, der die Fachterminologie versteht.

Leider ist die Vermessungstechnik im Fernstudium nicht so gut aufgestellt.

Das ist bei Studiengängen, die einen großen praktischen Bezug haben Aufgrund der notwendigen Instrumente schwierig. Man wird von den Fernstudenten sicher nicht verlangen können, dass diese einen Tachymeter oder ein Nivellier haben. Fächer, die weniger hardwarelastig sind, haben es da deutlich einfacher, weshalb es ein größeres Angebot an Geoinformatik im Fernstudium gibt. Das liegt also in der Natur der Sache aber die HTW Dresden macht hier sicher einen super Job!

Viele Grüße
Micha

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