Bestimmung von Aufbaustärken im Straßenbau (Geodäsie/Vermessung)

TomegooH, Thursday, 16.02.2012, 17:55 (vor 4011 Tagen) @ philipp

Mit Formular=Zettel ist natuerlich gemeint das man die Messergebnisse zusaetzlich auch im Geraet registriert. Ist bei Leica Geraeten kann allzu grosses Unterfangen. Nur hat man, wenn man ein entsprechendes Formular parallel fuehrt zusaetzlich die Ergebnisse sofor zur verfuegung.
Das ist z.B. wichtig um der Asphaltkolonne/Fraesskolonne entsprechende Instruktionen zu geben d.h. Korrekturen vorzunehmen.

Selbstverstaendlich kann man auch groessere Abschnitte pro Abschnitt erfassen. Haengt allerdings stark vom benutzten Geraet, der Vorgehensweise, der Homogenitaet der Festpunkte und der geforderten Genauigkeit ab.
Um Festpunkt und Messanordungsbedinge Fehler moeglichst zu optimieren sollte man folgende Punkte beachten und einhalten.

1. Standpunkte fuer die verschiedenen Messungen/Layer moeglichst an etwa die gleiche Position gleich legen. Innerhalb 5m sollte ausreichend sein.

2. zur Bestimmung der Standpunkte immer die gleichen Anschlusspunkte benutzen.

3. Die Abschnitte fuer die einzelnen Profile vom gleichen Standpunkt messen. Hierzu sollte man besonders an den Abschnittsgrenzen darauf achten dass man lagegleiche Profilpunkte nicht von unterschiedlichen Standpunkten (normalerweise 250m entfernten Standpunkt) ermittelt. Dies fuert erfahrungsgemaess doch oftmals zu nicht unerheblichen Abweichungen, die aus einem Mix der Faktoren: Ungenauigkeit der Festpunkte / Standpunktbestimmung / Messgeraetbedingten Abweichungen herruehren.

4. Dazu macht es Sinn dass man die gemessenen Abschnitte(station anfang/ende) in einer Skizze/Tabelle dokumentiert. Ebenso die grobe Lage der Standpunkte und benutzten Anschlusspunkte.

Zu der Problematik Erstellung der Daten Roadrunner und aehnlicher Software.

Die Achse und Gradiente ist in der Regel als Datei vorhanden und muss nur ueberfuehrt (Leica Geo Office) werden.
Die Querprofile kann man auch getrosst auf Neigungswechsel und Fahrbahn beschraenken. Schlieslich will man ja nur die Fahrbahnhoehe kontrollieren und nicht das "andere Gedoehns".
Dazu kann man fuer jede typische Neigung ein einfaches Profil erstellen mit nur zwei Punkten (links und rechts).
Die Breite muss auch nicht unbedingt stimmen sondern sollte sowieso groesser gewaehlt werden damit man nicht bei kleinen Bauungenauigkeiten aus dem Profil faellt. Nicht jede Messgeraete software extrapoliert Neigung des Profils richtig ueber die Profilgrenze hinaus.
Ist die Achse/Gradiente in der Mitte und die Fahrbahn ist beispielsweise 15m breit kann man ruhig einen Punkt links und einen Punkt rechts mit 10m Offset von der Achse festlegen.
An den Stationen der Neigungwechsel jeweils das typische Profil verwenden. Das sollten nicht allzu viele sein.
fertig.
Damit kann ich jeden Punkt auf der Strasse hoehenmaessig kontrollieren. Und der Vorbereitungsaufwand ist wirklich nicht allzu gross. Meistens.

gruesse
Thomas


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