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Koordinatenumrechnung (Geodäsie/Vermessung)

philipp ⌂, Glinde, Freitag, 04.05.2007, 23:19 (vor 5054 Tagen) @ Michael Brandt

Ich will ja hier nicht schon wieder den Lustlosen spielen - aber wenn die Umsetzung des TR-Codes wegen einer besseren Umsetzung anderen Codes nicht weiterverfolgt werden soll, würde ich mich mit einer kurzen Analyse begnügen wollen, da auch ich mich andernfalls erstmal ausführlichst in meinen eigenen TR-Code zurück-einarbeiten müsste (die Programmierung ist jetzt so ziemlich genau 3 Jahre und 2 Monate her!).

Hier also mal auf die Schnelle...

Zuallererst sei nochmals darauf hingewiesen, daß das beileibe nicht der ganze Code war. Es war ungefähr ein Viertel davon. Das Programm kann neben GK und UTM auch mit Soldnerkoordinaten umgehen. Während GK und UTM ähnliche Vorgehensweisen benötigen, ist Soldner schon wieder ein anders gelagertere Fall - somit sind einige Sachen speziell für diesen Fall programmiert worden und somit hier unwichtig (wie geklärt z.B. alles, was mit der Variablen C zusammen hängt)!
Zum vollständigen Verständnis wäre die Gesamt-Veröffentlichung sicherlich hilfreich (wenn gewünscht, mach ich das hier - s. dazu meine Ausführungen zu Beginn dieses Beitrags).

Y und X sind klar, D ist nochmals Y, weil das Y kurz danach "bearbeitet" wird, aber auch der Original-Y-Wert (nun als D) noch gebraucht wird.
A stimmt (genauer: 6377397.15507605), B nicht (B=6356078.96289778). W müsste auf den ersten schnellen Blick die Streifenfrage klären (W=1=3°, W=2=6°, W=3=Soldner) - bei UTM also immer W=2, bei GK im Normalfall W=1 (aber auch =2 möglich). F ist E' (=2. Exzentrizität) - das hatte "mein" Micha schon in seiner letzten Antwort vor deinem Beitrag (gleich zu Beginn) geklärt.

Wenn kein Zeichen steht, wird multipliziert, ja. Man beachte aber Punkt- vor Strichrechnung! Und deine beiden letzten Fragen erfordern eine gemeinsame Antwort - diese Formeln bedeuten die Ausgabe der Werte. Was in Anführungszeichen steht, wird im TR als Text ausgegeben, gespeichert wird der angezeigte Wert dann in der Variablen am Ende der Zeilen (also L (lambda) und P (phi)).


Und um noch kurz was zu deiner Basic-Geschichte zu sagen (den Hauptteil überlasse ich da großzügig deinem Namensvetter ;-)):
Das UTM sich auf WGS84 bezieht und GK auf Bessel (oder eigenlich ja eher Krassowski in MV) hast du richtig erkannt - folgerichtig passen die UTM-Sachen gut und die GK-Sachen nicht (rein rechnerisch stimmt die GK-Sache zwar auch, aber der Übergang von lamda/phi in Bessel oder Krassowski zu lamda/phi in WGS84 fehlt dann halt noch (womit wir dann tatsächlich bei der Transformation angekommen wären)).
53,1234° in Bessel sind dann halt 53,1987° in WGS84 und somit folgerichtig leicht woanders in deiner TOP50-Karte (ist jetzt natürlich nur ein "Phantasie-Unterschied"!!!).

Wie dem auch sei: Diese Transformation ist nicht so einfach - finde ich jedenfalls. Micha sah das hier ja schon anders, womit er da vll. weiter ansetzen sollte. Die ganze 7-Parameter-Helmert-Transformation mit irgendwie herbeigezauberten 7 Parameterwerten war mir für eine Umsetzung immer zu hoch... :yes:


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